Le Gouvernement du Grand-Duché de Luxembourg

Ministère de la Famille, de l'Intégration et à la Grande Région

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Auf Einladung vom österreichischen Bundesminister Sebastian Kurz, nahm Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen an der zweiten Auflage der internationalen Konferenz „Vienna Future Talks“ teil, die am 23. Januar in der Wiener Hofburg stattfand. Fokus der Debatten waren sowohl die Wertevermittlung in der Integration im Allgemeinen, als auch der Beitrag, den Integration zur Prävention von Radikalisierung leisten kann.
Die Familien- und Integrationsministerin betonte, dass Immigration eine Bereicherung für eine Gesellschaft ist und nannte Luxemburg als Beispiel, dass es möglich ist unterschiedliche religiöse Überzeugungen, politische Ansichten und kulturelle Hintergründe miteinander zu verschmelzen. Integration dürfe auch nicht als Einbahnstraße verstanden werden und erfordere Toleranz und Respekt auf beiden Seiten sowie gegenseitiges Kennenlernen, so die Ministerin weiter. Deshalb sei es auch wichtig, Integrations- und Orientierungskurse anzubieten, um den Migranten die Art und Weise unseres Zusammenlebens zu vermitteln.
Cahen appellierte zudem an die europäische Solidarität und unterstrich den dringenden Bedarf einer gemeinsamen europäischen Flüchtlings- und Asylpolitik.

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Im Hinblick auf den Beitrag, den Integration zur Prävention von Radikalisierung leisten kann, hob die Ministerin hervor, dass man Extremismus und Radikalisierung nicht alleine auf eine mangelnde Wertevermittlung zurückführen könne. Laut Cahen sind radikalisierte Menschen oft junge Menschen die sich am Rande der Gesellschaft bewegen, ohne sinnstiftende Beschäftigung oder soziale und stabile Netzwerke. Daher sei es wichtig ihnen Perspektiven zu bieten, wobei sowohl die Politik als auch die Zivilgesellschaft gleichermaßen gefordert sei. „Es ist aber auch wichtig, die Themen „Radikalisierung“ und „Flüchtlinge“ nicht zu vermischen. Die Problematik der Radikalisierung von jungen Menschen bestand bereits vor der Flüchtlingswelle“, so die Ministerin abschließend.
Der Konferenz war auch der Besuch eines Werte- und Orientierungskurses für Flüchtlinge vorausgegangen. Im Rahmen dieses Besuchs betonte Cahen: „Integrationskurse sind sehr wichtig. Wertevermittlung darf allerdings kein Frontalunterricht sein. Werte müssen gelebt und vorgelebt werden. Integration erfolgt nicht nur durch Bildung, sondern auch durch aktive Teilnahme am Gesellschaftsleben, in der Schule, auf der Arbeit, im Verein.“

Dernière mise à jour de cette page le 26-01-2017.
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