Le Gouvernement du Grand-Duché de Luxembourg

Ministère de la Famille, de l'Intégration et à la Grande Région

URL: http://www.mfi.public.lu/a_z/A/AnnEuropPauvrExcSoc/activites/Kinderarmut/index.html

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Confédération Caritas - «Kinderarmut und Bildung in Luxemburg»

Projet retenu pour mise en œuvre de la priorité 1 du programme national du Grand-Duché de Luxembourg relatif à l’Année européenne 2010

Caritas-Projekt im Rahmen des europäischen Jahres gegen Armut:

Kinderarmut und Bildung

Kontext: In einem Haushalt, der von Armut bedroht ist, zeigen sich kindspezifische Erscheinungsformen. Diese können materieller Natur (Kleidung, Wohnen, Nahrung, Partizipation), sozialer Natur (soziale Kompetenz, Kontakte), gesundheitlicher Natur (physisch und psychisch) oder kultureller Natur (kognitive Entwicklung, Sprache, Bildung und kulturelle Kompetenz) sein. Benachteiligungen dieser Art können allein oder zusammen auftreten (multiple Deprivation). Es zeigt sich weiterhin, dass Kinder armer Eltern selbst später mit höherer Wahrscheinlichkeit arm sein werden, als Kinder gut situierter Eltern: Armut ist sozial vererbbar.

Kinder werden am stärksten von Armut geschädigt, da in diesem Lebensabschnitt Armut Konsequenzen hat, die diese Kinder ein Leben lang in ihren Lebenschancen einschränken. Arme Kinder sind bereits im Alter von sechs Jahren belastet und es zeigen sich materielle, soziale, gesundheitliche und kulturelle Unterversorgungen. Diese schränken die weiteren Entwicklungschancen der Kinder erheblich ein. Oftmals sind bereits bei Schuleintritt die Startbedingungen von Kindern aufgrund ihrer Herkunft sehr unterschiedlich (siehe AWO-ISS-Studie). Diese Unterschiede verfestigen sich im Laufe der weiteren Entwicklung. Es gilt, diesen Teufelskreis der sozialen Vererbung zu durchbrechen, um allen Kindern die gleichen Entwicklungschancen zukommen zu lassen.

Welche Ansätze gibt es? Kinder sollen nicht erst in der Schule, sondern bereits in Kindertageseinrichtungen gefördert werden, so dass die frühe Kombination aus Erziehung, Bildung und Betreuung Unterschiede ausgleichen kann und ähnliche Startbedingungen für alle Kinder herrschen. Vor Allem Kinder aus bildungsarmen Familien profitieren dadurch.

Projektaktivitäten: Im Rahmen des Projektes sollen zwei Aktivitäten mit dem Ziel der Sensibilisierung und Information stattfinden und deren Ergebniss in einer Ausstellung präsentiert werden.

1. Atelier für Fachleute

Das Ziel des Ateliers (Studientag) ist es, den Austausch von Fachleuten aus Institutionen der Bereiche Erziehung, Bildung und Betreuung zu ermöglichen. Die Fachleute kommen zum Beispiel aus sozialen Einrichtungen, der Gemeinde, Schule oder aus Vereinen und können Einfluss auf die Entwicklung von Kindern nehmen.

2. Ateliers für Kinder

Über das Thema „Armut in Entwicklungsländern“ sollen Kinder indirekt und altersgemäß zum Thema Armut sensibilisiert werden. Die Armutssituationen in der Ferne sollen auf die Probleme in der Heimat hinweisen. Eine direkte Konfrontation mit dem Thema birgt die Gefahr der Stigmatisierung evtl. betroffener Kinder. Ziel der Arbeit mit den Kindern ist die Sensibilisierung der Kinder, aber auch des Personals und der Eltern.

Didaktisches, altersgerechtes Material wird für die Arbeit mit den Kindern zusammengestellt (Bücher, Fotosätze, Spiele). Dieses wird in einem „Koffer“ (mallette pédagogique) denjenigen Maison Relais überlassen, welche sich an der Aktion beteiligen (geplant sind 4 teilnehmende Maison Relais). Der Koffer wird den beteiligten Erzieherinnen und Erziehern von Fachleuten vorgestellt (Briefing). Die Kinder sollen sich dann eine gewisse Zeit mit dem Thema beschäftigen. Die Arbeit der Kinder wird dokumentiert (Bilder, Fotos, Zitate).

3. Austellung

Eine Autellung präsentiert die Ergebnisse der beiden Ateliers (Fachleute & Kinder).

Die Ergebnisse werden graphisch in Form gebracht. Die fertige Austellung wird für eine gewisse Zeit in den vier beteiligten Maison Relais zu sehen sein, sie ist aber auch an weitere Interessierte verleihbar. Die Austellung wird ausserdem auf der Abschlussveranstaltung des Familienministeriums präsentiert (table ronde).

Nachhaltigkeit: Die Wanderaustellung und die Koffer mit pädagogischen Material werden auch nach Ablauf des Projektes in Gebrauch sein und den fast 40 Maison Relais des Caritasverbandes zur Verfügung stehen. Sie lagern dort, wo sie während der Projektdauer im Einsatz waren. Eine Leihgabe an Vereine (asbls) auch ausserhalb der Caritas ist gewünscht.

Finanzierung

Geschätzte Gesamtkosten: 39920 EUR

Kofinanzierungssatz aus EU-Mitteln: 50%

Kofinanzierungssatz aus nationalen Mitteln: 50%

Kontakt:

Caritas Luxembourg
Marco Deepen
Responsable Service Recherche et Développement
29, rue Michel Welter L-2730 Luxembourg
Tél. : (+352) 40 21 31 - 253; Fax : 40 21 31 - 209
e-mail : marco.deepen@caritas.lu

Marco Da Silva
Chargé d'études / Recherche & développement
29, rue Michel Welter L-2730 Luxembourg
Tél. : (+352) 40 21 31-256 ; Fax : -209
e-mail : marco.dasilva@caritas.lu

Dernière mise à jour de cette page le 10-03-2014.
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